Artikel aus der Hamburger Morgenpost:

Operation Wüstenstrom


Es ist so einfach. Und schien unmöglich: Strom aus der Sonne - nicht in kleinem Maßstab auf dem Flachdach, sondern flächendeckend und so kraftvoll, dass erhebliche Teile des Energiebedarfs Europas gedeckt werden können. Gestern stellten deutsche Unternehmen das Projekt "Desertec" vor: Siemens, die Deutsche Bank, die Münchner Rück und RWE haben sich zusammengetan, wollen in den Wüsten Afrikas und Arabiens gewaltige Sonnenanlagen aufbauen, die Europa mit Strom versorgen.

Geht das überhaupt?

Die Solartechnik ist weit genug, um die Umwandlung, Speicherung und vor allem auch Weiterleitung des Stroms aus der Wüste realistisch zu machen. "Diese Technologie ist erprobt, ist wirtschaftlich und steht bereit", so Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Weltweit könnte nach einer Studie des Umweltverbandes bis zu einem Viertel des Strombedarfs durch diese erneuerbaren Energien gesichert werden. Böhning: "Deshalb halten wir Desertec auch für einen Meilenstein. Es ist ein weltweites Konzept - die Technik dürfte auch von Regionen wie Indien und China aufgegriffen werden."
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ist ein Beitrag aus der Sendung Wiso und dauert nur 29 min., ist aber sehr informativ