Drama, Thriller | Südkorea 2009
Laufzeit: 128 Minuten
Kinostart: 05. Agust 2010
„Mother“ beginnt als Idylle, in die sich von Anfang an ein Misston eingeschlichen hat. Eine ältere Dame, deren Namen wir nie erfahren, lebt mit ihrem Sohn Do-joon zusammen. Der ist schon siebenundzwanzig, aber geistig offenkundig außerordentlich beschränkt und Objekt zahlreicher Hänseleien. Die verwitwete Frau betreibt einen kleinen Kräuterladen, in dem sie auch Verbotenes verkauft, Akupunktur und andere unorthodoxe Praktiken anbietet und seltsame Tinkturen mischt. Manchmal gibt ihr all das fast etwas Hexenartiges. Der Regisseur spielt ganz offen mit solchen Assoziationen und baut auch sonst von Anfang an allerlei Doppelbödiges in dieses Mutter-Sohn-Szenario ein. Einerseits kümmert sich die Alte rührend um ihr großes Kind, macht sich sichtlich Sorgen, die etwas übertrieben scheinen, in der Praxis dann aber doch wieder allzu berechtigt sind. Andererseits ist das Verhältnis auch durch befremdende Intimität geprägt. Mutter und Sohn teilen sogar dasselbe Bett. Diese Mutter wird ihren Sohn schützen, vor jeder Gefahr und um jeden Preis.
Ein schreckliches Ereignis bringt Do-joon in höchste Gefahr. Eines Abends begegnet Do-joon einer Schülerin, folgt ihr ein wenig, bevor sich ihre Wege trennen. Am nächsten Tag wird das Mädchen ermordet aufgefunden, einige Indizien weisen auf Do-joon, der dem Verdacht und dem Druck der Polizei hilflos begegnet und voreilig ein Geständnis unterschreibt - der Fall scheint für alle Welt gelöst. Daraufhin nimmt die Mutter, als Einzige überzeugt von der Unschuld des Sohnes, auf eigene Faust Ermittlungen auf. Erwartungsgemäß erweisen sich die Dinge als erheblich komplizierter; schnell fördern die Ermittlungen der Mutter allerlei Verdrängtes und Verborgenes zutage und sind geeignet, den Frieden in der kleinen ländlichen Gemeinde empfindlich zu stören.





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