Michael Buback - Der zweite Tod meines Vaters
7. April 1977, Zermatt. Gründonnerstag - ein herrlicher Frühlingstag. Erschöpft und glücklich kommt Michael Buback vom Skilaufen zurück zum Hotel. Seine Frau empfängt ihn auf der Treppe und führt ihn zum leeren Frühstücksraum. Dort eröffnet sie ihm bleich und entsetzt: "Die haben deinen Vater erschossen." Seine erste Reaktion: "Was?" Und dann: "Diese Schweine!"
Der Vater, Generalbundesanwalt Siegfried Buback, war von einem RAF-Kommando erschossen worden. Auf offener Straße. Die Mörder saßen auf einem Motorrad. Zusammen mit seinem Vater wurden auch dessen Begleiter Georg Wurster und sein Fahrer Wolfgang Göbel getötet. Bei der Rückfahrt an der Schweizer Grenze fragt ihn der Beamte, ob er von der Ermordung seines Namensvetters gehört habe. Nach der ersten Schockstarre erklärt Michael Buback dem Grenzer: "Es ist mein Vater." Im Rückblick war dies für den Sohn der Zeitpunkt, an dem er "die neue Situation angenommen hatte". Für Michael Buback war dies der erste Tod seines Vaters.
Klappentext
Ein Mann verliert das Vertrauen in die Organe des Rechtsstaats und seine Repräsentanten. Er ist der Sohn des 1977 von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, er ist ein nüchtern analysierender Wissenschaftler. Wodurch ist sein Weltbild so erschüttert worden? 7. April 1977: Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine zwei Begleiter werden von RAF-Terroristen ermordet. Schnell stehen drei Männer als Täter fest. Jahrzehntelang gab es keinen Anlass, an dieser Darstellung der Ereignisse zu zweifeln. 30 Jahre später: Die Öffentlichkeit streitet um die Begnadigung des für den Buback-Mord verurteilten Christian Klar. Plötzlich tauchen neue Informationen auf. Hat in Wahrheit eine vierte Person die Schüsse auf den Generalbundesanwalt abgefeuert? Wer war der Todesschütze? Michael Buback beginnt Fragen zu stellen. Und stößt auf immer weitere Ungereimtheiten, die mit Ermittlungspannen oder Schlamperei allein nicht zu erklären sind.





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