MASSAKER AN UNI - DUTZENDE TOTE
Bei zwei Schießereien auf dem Gelände einer Universität im US-Bundesstaat Virginia sind am Montag nach Medienangaben 32 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem wurden zahlreiche Menschen verletzt. Eine lokale Fernsehstation gab die Zahl der Verletzten mit mindestens 28 an.
Unter den Toten ist der Polizei zufolge auch der Schütze. Über die Identität des Täters und die Motive wurde zunächst nichts bekannt. Ob sich der Schütze selbst erschoss oder ob er von der Polizei getötet wurde, blieb offen.
Universitätspräsident Charles Steger sprach von einer «Tragödie monumentalen Ausmaßes». Die Universität befinde sich «in tiefem Schock, und wir sind entsetzt». Das Weiße Haus sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Präsident George W. Bush und die Nation bete für die Opfer und ihre Angehörigen, sagte Sprecherin Dana Perino.
Der Polizei und Universitätsleitung zufolge begann das Blutbad am Morgen um 7.15 Uhr (Ortszeit) in einem Studentenwohnheim auf dem Campus der Polytechnischen Universität von Virginia in Blacksburg. Zu diesem Zeitpunkt sei ein Notruf bei der Polizei eingegangen. In dem Wohnheim habe man dann einen der Toten entdeckt. Zwei Stunden später, während die Beamten noch mit ihren Untersuchungen beschäftigt waren, seien Schüsse aus einem anderen Gebäude mit Vorlesungssälen gemeldet worden. Dort seien die übrigen Menschen getötet worden.
Wie die Polizei andeutete, begann der Täter anscheinend während einer laufenden Vorlesung zu feuern. Auf die Frage, ob sich die Opfer zum Zeitpunkt des Blutbads in einem Klassenzimmer aufgehalten hätten, antwortet Campus-Polizeichef Wendell Finchum auf einer Pressekonferenz mit zitternder Stimme: «Ja.»
Nach Finchums Worten wurden die Verletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mehrere von ihnen sollen sich in einem kritischen Zustand befinden. Wegen stürmischen Wetters konnten bei der Bergung der Verletzten keine Helikopter eingesetzt werden: Sie mussten in Krankenwagen transportiert werden. Universitäts-Präsident Steger ließ es offen, ob es sich bei allen Opfern um Studenten handelt oder ob sich unter ihnen auch Personal befindet. «Wir haben die Unsrigen verloren», sagte er lediglich. Weiter teilte er mit, dass sofort Psychologen zur Betreuung der Studenten zur Verfügung gestellt würden. Insgesamt besuchen 26 000 Menschen die Universität.
Nach der ersten Schießerei waren alle Anwesenden auf dem Campus via Internet aufgerufen worden, nicht ins Freie zu gehen und sich von den Fenstern fern zu halten. Währenddessen durchkämmten schwer bewaffnete Sicherheitskräfte den Campus, weil zunächst ein zweiter Schütze vermutet wurde.
In der Universität waren in der vergangenen Woche zwei Bombendrohungen eingegangen. Ob ein Zusammenhang zu dem Blutbad besteht, blieb zunächst unklar.
http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_a...ticle=17&pos=1



Mit Zitat antworten
===== wer früher stirbt - ist länger tot ===== 


