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Thema: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007




  1. #1
    ZoRa
    inaktiv

    Standard Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    1. Teil: Das Netz der Kinderporno-Mafia

    Es geht um viel Geld: Für ein einziges Video werden bis zu 10.000 Euro gezahlt. Deutschlands Fahnder stoßen bei ihren Ermittlungen im neuen riesigen Kinderporno-Skandal in die Untiefen einer Internet-Mafia vor - die alle technischen Möglichkeiten nutzt, um sich am Leid von Kindern zu bereichern.

    Sie arbeiten äußerst professionell. Sie betreiben eigene Filmstudios in Osteuropa oder Asien. Dort, wo sie billig an die Ware Kind kommen - anders kann man es kaum nennen. Sie sind eine Industrie, die keine Skrupel kennt: die Kinderporno-Mafia im Internet.


    Kriminalbeamter auf der Suche nach Kinderpornografie: 12.000 Verdachtsfälle in Deutschland

    Am Wochenende wurde enthüllt, welche Dimensionen ihr Geschäft in Deutschland angenommen hat: 12.000 Verdächtige hat die Polizei in umfangreichen Ermittlungen in den vergangenen Monaten ausgemacht. Sie sollen sich Bilder und Filme von Sex mit Minderjährigen heruntergeladen haben - Codename der Ermittlungen: Operation "Himmel". Das Ausmaß des Skandals hat Polizei und Staatsanwälte völlig überrascht: "So was ist uns noch nicht untergekommen", sagt Peter Burghardt, Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts (LKA), zu SPIEGEL ONLINE. (mehr...)

    Die Fahnder stoßen bei ihren Ermittlungen in die Untiefen der globalen Kinderporno-Mafia vor, die sich im Internet ausgebreitet hat. Zwar schweigen die Fahnder über die Details des Falls - doch wie die Szene arbeitet, ist inzwischen anhand einiger spektakulärer Einzelfälle zu erahnen.

    Sergio M., 42, wurde Anfang November in Italien festgenommen. Er hatte offenbar professionell und weltweit mit Kinderpornos gehandelt. Die Filme ließ er in seinem Filmstudio in der Ukraine drehen, verhökerte sie im Internet. Insgesamt 50.000 E-Mail-Bestellungen für seine Videos hat die Polizei auf seinem Computer gefunden. Bei der Festnahme hatte der Porno-Produzent 70.000 Euro in bar bei sich.

    Auf welche Weise der Kinderporno-Dealer seine Ware online angepriesen hat, ist noch unklar. Derzeit sind die Beamten damit beschäftigt, die auf seinem Computer gefundenen Daten auszuwerten. Das könnte Monate dauern - ebenso wie die Ermittlungen in der deutschen Geheimaktion "Himmel".

    In Deutschland ist die Zentralstelle für anlassunabhängige Recherchen in Datennetzen beim Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden für solche Recherchen zuständig. Wie viele Spezialisten dort arbeiten, mag die Dienststelle nicht verraten. Wohl aber, dass deren Mitarbeiter 500 bis 600 Anzeigen pro Jahr schreiben. Bis zu 80 Prozent davon beträfen Kinderpornografie. Auf der diesjährigen BKA-Herbsttagung wurde der Handel mit Sex-Darstellungen mit Kindern als "Wachstumsmarkt" bezeichnet.

    Internet statt Tageszeitung

    Die Kinderporno-Dealer zahlen den Produzenten der Filme für ein einziges Video bis zu 10.000 Euro, sagen Insider - es geht um ein Geschäft, an dem viele verdienen. Das größte Problem bei der Strafverfolgung: Die Täter nutzen alle Tricks und Kniffe, die das Internet bietet. Die Daten werden verschlüsselt getauscht, Dateien stückweise versendet. Wer das Passwort nicht kennt, sieht nur wirre Zahlenkolonnen.

    Die Kinderporno-Mafia hat damit alte Verschleierungsstrategien einfach ins Netz übertragen. Denn noch bis vor wenigen Jahren wurden Kinderpornos vorwiegend über Tageszeitungen verbreitet: In Lokalblättern wurden "Holland-Videos" oder "private Aufnahmen" feilgeboten. Die Anbieter verbargen sich in der Regel hinter Postfachadressen im nahen Ausland. Lieferungen gab es nur per Vorkasse.

    Der Vertriebsweg der illegalen Schmuddelware hat sich geändert. Das Internet gilt nun als Medium der Wahl: Nirgends kann man Bilder und Videos schneller weltweit verbreiten, kein Ort ist besser geeignet, um sich zu verstecken. Das erkannten auch Produzenten und Konsumenten herkömmlicher Pornos schon früh.

    2. Teil: Welche Vertriebswege die Kinderporno-Szene nutzt

    Als wichtiger Sammelplatz für die Kinderporno-Szene gilt das Usenet, eine der ältesten Einrichtungen des Internets. Dessen Newsgroups waren schon früh ins Visier der Fahnder geraten. Bis heute bezeichnet das US-Justizministerium Usenet-Gruppen als einen der Hauptvertriebswege für Kinderpornografie.

    Einige dieser Gruppen seien Nutzern und Behörden hinlänglich bekannt und würden von den meisten Internet-Anbietern ohnehin nicht zugelassen werden, heißt es in einem Lehrbuch für US-Polizisten. Über kommerzielle Usenet-Anbieter sei der Zugang aber trotzdem möglich - wobei die Anwender riskieren, über ihre IP-Adressen und Kreditkartendaten ausfindig gemacht zu werden. Allerdings, schränkt die Behörde ein, könnten PC-Profis ihre IP-Adresse verschleiern und sich so anonymisieren.

    Schneller als die Polizei

    Die Szene benutzt daneben auch modernere Plattformen im weltweiten Netz. Kinderporno-Filme werden auf kostenlosen Webseiten abgeladen und mit vollkommen belanglosen Titeln wie "Basketball" bezeichnet, um Suchmaschinen zu täuschen.

    So ähnlich geschah es offenbar auch in dem Fall, der der Operation "Himmel" zugrunde liegt: Bayerns LKA-Sprecher Burghardt sagte SPIEGEL ONLINE, Kinderpornos seien auf dem Server eines Berliner Internet-Anbieters deponiert worden. Dieser Anbieter, laut ARD Strato, habe dann die Polizei eingeschaltet, weil ihm ein enormer Datentransfer auf den Servern auffiel. Das stieß die monatelangen Geheimermittlungen an.

    Um die illegalen Filme von den Servern an die Interessenten zu bringen, bedienen sich die Anbieter der Chatforen im Internet, dem Usenet oder einfacher E-Mails. Dort wird die Adresse des Films verbreitet. Die Interessenten laden dann die Datei herunter, die allerdings verschlüsselt ist. Wer sie entschlüsseln will, bekommt das Passwort ebenfalls per E-Mail oder über Chaträume genannt - nach Zahlung einer bestimmten Summe an den Anbieter. Wenn die Polizei dem Treiben auf die Spur kommt, ist das Geschäft in der Regel längst gelaufen.

    Kinderporno-Seiten mit anonymen Besitzern

    Viel Geld wird auch mit speziellen Webseiten gemacht, die Pornos von Minderjährigen gegen Geld anbieten. Die meisten von ihnen liegen auf dubiosen Servern in Russland und den USA. Diese Seiten enthalten Bilder von offensichtlich Kindern und Jugendlichen ohne Altersangabe - und legen in ihrer ganzen Aufmachung nahe, dass die Sexbilder und -filme auf der Seite keine erwachsenen Darsteller zeigen.

    Um die Hintermänner der Seiten zu verschleiern, werden die Internet-Adressen (Domains) der Pornoseiten nicht direkt von den Betreibern angemeldet. Stattdessen nutzen sie Anonymisierungsdienste wie Privacy Protect. Solche Firmen bieten ihre Dienste mit der Begründung an, sie würden vor Spammern und Telefonwerbern schützen, die sonst die Adresse eines Webseiten-Besitzers über Datenbanken wie Whois abgreifen würden.

    In Datenbanken wie Whois müssen die Kontaktdaten jedes Webseiten-Betreibers abrufbar sein. Wer diese Pflicht umgehen will, läuft Gefahr, dass seine Webseite geschlossen wird. Nutzt man allerdings einen Anonymisierungsdienst, tauchen bei Whois nur dessen Daten und eine allgemeine E-Mail-Adresse auf - ideal für die Kinderporno-Szene.

    Immerhin: Privacy Protect bietet die Möglichkeit, einen Missbrauch des Dienstes zu melden. Doch wenn es den Betreibern zu gefährlich wird, ziehen sie einfach zum nächsten Provider um und melden eine neue Seite an.

    Die Betreiber akzeptieren die gängigen Kreditkarten

    Die Kunden werden auf unterschiedliche Weise auf solche Internet-Seiten gelockt. Die simpelste Methode: Auf dem Startbildschirm werden "Free Pics", also kostenlose Bilder angeboten. Wer mehr sehen will, muss zahlen, um uneingeschränkten Zugriff auf das Angebot zu bekommen. Zimperlich sind die Anbieter nicht: Sie akzeptieren meist alle gängigen Kreditkarten.

    Eine andere Variante sind Link-Seiten. Sie täuschen durch eine Vielzahl kleiner Vorschaubildchen vor, selbst ein überbordendes Angebot zu bieten - kostenlos. Klickt der Nutzer allerdings auf eines dieser Bildchen, landet er auf einer Bezahlseite, die ihn wiederum durch wenige Vorschaubilder zum Abschluss einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bewegen will.

    Der Betreiber der Vorschalt-Webseite bekommt für jeden vermittelten Kunden eine Provision. Viele Vorschaltseiten verweisen gegenseitig aufeinander, bilden ein Netz - um den sogenannten Pagerank der Seiten nach oben zu treiben. Auf diese Weise stehen sie in Suchmaschinen weiter oben, sind also besser sicht- und schneller auffindbar.

    Dubiose Seiten und Mails an die Behörden melden

    Diesem Treiben der Kinderporno-Mafia auf die Schliche zu kommen, überfordert die Behörden meist. In der Operation "Himmel" werden die Ermittlungen noch Monate dauern, bis alle Fälle geklärt sind. Jetzt, da der Fall zum Ärger der Ermittler vorzeitig in der Öffentlichkeit bekannt wurde, könnten etliche Täter wichtige Spuren verwischen.

    Wer immer im Internet auf Kinderpornografie stößt, sollte sich an die Behörden wenden. Wer es nicht tut, riskiert Strafen - der Besitz von Kinderpornos ist verboten und wird mit Geld- oder bis zu zweijährigen Haftstrafen geahndet. Aus welchen Beweggründen und wie man an die Bilder gekommen ist, ist dafür erst mal nicht relevant.

    Auch Spam-Mails mit kinderpornografischen Darstellungen sollte man an die Ermittler weiterleiten und dann sofort löschen. Unter der E-Mail-Adresse info@bka.de kann man den BKA-Spezialisten Hinweise zukommen lassen.


    DIE SPEKTAKULÄRSTEN SCHLÄGE GEGEN KINDERPORNOGRAFIE


    Legendär ist der Fall "Landslide". Ein texanisches Unternehmen betrieb ein Netzwerk aus insgesamt 5700 kinderpornografischen Webseiten. Mit mehr als 390.000 Kunden aus aller Welt machte der Porno- Verbund monatlich rund 1,4 Millionen Dollar Umsatz - und das war 1999. Nach zweijähriger Ermittlungsarbeit gelang es den US- Behörden, den Code zu knacken, mit dem Landslide seine Kundendaten verschlüsselte. Der Erfolg war dennoch nur marginal: In den USA wurden 120 Menschen verhaftet, in Großbritannien 1300. Gemessen an den Kundenzahlen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    Im Januar flog in Österreich ein russischer Kinderporno- Ring auf der von seinen Kunden einen Mitgliedsbeitrag von 86 Dollar (68 Euro) verlangte, um Zugriff auf den "Mitgliederbereich" zu bekommen. In diesem Fall half schlicht ein Zufall. Einem Angestellten einer Wiener Internetfirma waren Gewaltvideos mit Kindern auf seinen Computer geladen worden. Er informierte die Polizei. Die Beamten konnten 2360 Verdächtige in 77 Ländern ermitteln

    Einer der spektakulärsten Fälle in Deutschland war die "Operation Mikado". Auf Betreiben eines TV- Reporters ging die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf ungewöhnliche Weise den Nutzern einer Kinderporno- Webseite nach. Die mussten, um das Schmuddel- Angebot nutzen zu können, 79,99 Dollar per Kreditkarte bezahlen. In der größten Überprüfungsaktion der deutschen Geschichte ließ die Staatanwaltschaft die Daten von 20 Millionen Kreditkartennutzern überprüfen. Das Ergebnis: 322 Verdächtigte konnten angeklagt werden, müssen mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen.


  2. #2
    ZoRa
    inaktiv

    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern

    Worum geht es?
    Die Volksinitiative "für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern" will in der Bundesverfassung einen neuen Artikel 123bis mit folgendem Wortlaut verankern: "Die Verfolgung sexueller oder pornografischer Straftaten an Kindern von der Pubertät und die Strafe für solche Taten sind unverjährbar." Der Bundesrat erachtet die Volksinitiative nicht als geeignet, um die Pädokriminalität wirksam zu bekämpfen. Er will aber das Anliegen eines verstärkten Kindesschutzes aufnehmen und deshalb dem Parlament einen indirekten Gegenvorschlag unterbreiten.
    Was ist bisher geschehen?

    * Am 1. März 2006 reicht die Vereinigung "Marche Blanche" die Volksinitiative "für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern" mit 119 375 gültigen Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein. Sie will in der Bundesverfassung einen neuen Artikel 123bis mit folgendem Wortlaut verankern: "Die Verfolgung sexueller oder pornografischer Straftaten an Kindern vor der Pubertät und die Strafe für solche Taten sind unverjährbar".
    * Am 1. November 2006 trifft der Bundesrat den Grundsatzentscheid, dem Parlament die Ablehnung der Volksinitiative zu beantragen. Er will aber mit einem indirekten Gegenvorschlag das Anliegen eines verstärkten Kindesschutzes berücksichtigen ( Medienmitteilung).
    * Am 28. Februar 2007 schickt der Bundesrat als indirekten Gegenvorschlag zur Unverjährbarkeitsinitiative neue Verjährungsregeln in die Vernehmlassung ( Medienmitteilung).
    * Am 27. Juni 2007 verabschiedet der Bundesrat die Botschaft zur Volksinitiative “für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern” und zur Änderung der Verfolgungsverjährung bei Straftaten an Kindern

  3. #3
    plan b addicted Benutzerbild von alex
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    wenn ich jemand dabei erwische,dann schlag ich demjenigen den schädel mit baseballschlaäger ein!!!!!!!!!
    perverse missgeburten die das betreiben und noch perverser sind die typen,die dann als darsteller dort schaffen!!!

  4. #4
    Redaktion Benutzerbild von knut_hobel
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    ganz übler sumpf.

  5. #5
    plan b addicted Benutzerbild von alex
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    Zitat Zitat von knut_hobel
    ganz übler sumpf.
    brutal...weiss net was daran so geil ist anschauen wie kinder misshandelt werden..vorallem die meisten typen haben ja selbst kinder und familien etc..
    des geht net in mein kopf rein!!!

  6. #6
    yVy
    inaktiv

    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    coole, gesunde Einstellung Jungs.

  7. #7
    plan b junkie Benutzerbild von lia°
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    "du stehst nicht auf kinderpornos? - cooooool"

  8. #8
    yVy
    inaktiv

    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    ich kenn´ da noch ganz andere, ... die da nicht so krass reagieren, ... die baseballschläger antwort find´ ich einfach klasse!

    nix für ungut mrs irnoie, ... joah uf´m land ischs krank


  9. #9
    plan b junkie Benutzerbild von lia°
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    un von wellem kaff kommsch du her?

  10. #10
    plan b junkie Benutzerbild von Ares
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    Standard Re: Das Netz der Kinderporno-Mafia - 25. Dezember 2007

    von welchem kaff kommen wir her?



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